Home > Gespräche > Orgelbau

Neue Orgel in Hinterforst

Orgelweihe im Jubiläumsjahr von Bruder Klaus von Flüe

Die Kirche in Hinterforst hat in diesem Jahr ein ausserordentliches Ereignis zu feiern: Nikolaus von der Flüe, der Namenspatron der Kirche, feiert seinen 600. Geburtstag. Zugleich wird am Kirchenfest die neue Pfeifenorgel geweiht, die in den vergangenen Wochen gebaut wurde. Christoph Jedele, Konstrukteur der neuen Orgel, berichtet von seiner Arbeit.

 

Wie viele Orgeln haben Sie bereits gebaut?

Christoph Jedele: Ich habe sie nicht gezählt, aber ich konnte bei sehr vielen Orgeln mitarbeiten, grosse und kleine, im In- und Ausland. Alleine gebaut habe ich jedoch keine, Orgelbau ist Teamarbeit.

 

Worauf achten Sie bei der Planung einer neuen Kirchenorgel?

Christoph Jedele: Einerseits soll sie sich optisch in den Raum eingliedern,

andererseits müssen die Wünsche der Kundschaft optimal umgesetzt werden. All die verschiedenen Komponenten müssen in der Orgelanlage servicefreundlich und gut geordnet untergebracht werden.

 

Welche verschiedenen Tätigkeiten umfasst der Beruf des Orgelbauers?

Christoph Jedele: Wir bauen neue Orgeln, restaurieren historische Instrumente

und revidieren bestehende Orgel. Dabei vereinen sich eine Vielzahl von

Tätigkeiten und Materialien, was unseren Beruf so vielseitig macht.

 

Wie viele Arbeitsstunden waren sie ungefähr mit der neuen Orgel beschäftigt?

Christoph Jedele: Für die Orgel von Hinterforst benötigen wir knapp 4000

Arbeitsstunden.

 

Was empfinden Sie, wenn ein Instrument fertiggestellt ist?

Christoph Jedele:  Erleichterung und Freude, jedes Instrument ist ein Einzelstück, viele Überlegungen und Arbeiten sind nötig bis die Orgel an ihrem

Platz steht und erst ganz am Schluss weiss man sicher, ob alles gelungen ist.

Sehr schön ist auch der Moment, wenn die Pfeifen eingebaut werden und aus dem schönen Möbelstück ein Instrument wird – eine Orgel.

 

Ein paar technische Daten zur Orgel…

Christoph Jedele: Die Orgel hat17 Register, (davon 14 klingend, 3 Transmissionsregister). 865 Orgelpfeifen sind für die Musik zuständig.

 

Jede Orgel ist einzigartig. Was ist das Besondere an der Hinterforster Orgel?

Christoph Jedele: Wie sie sich an der Deckenmalerei der Kirche orientiert,

dieser aber maximalen Raum lässt und dennoch eine eigenständige Formensprache hat.

 

Wie ist die Akustik in Hinterforst?

Christoph Jedele: Sehr klare Akustik, die Orgel wird sehr direkt abgebildet.

 

Für welches Repertoire ist die neue Orgel Ihrer Ansicht nach besonders gut geeignet?

Christoph Jedele:  Liturgische Aufgaben, kleinere Orgelwerke von Barock bis

Zeitgenössisch

 

Was macht die Qualität einer Orgel aus?

Christoph Jedele:  Eine gut konzipierte Anlage, saubere genaue Arbeit in jedem Detail, eine gute Intonation und musikalische Organisten.

 

Was macht eine Pfeifenorgel so wertvoll?

Christoph Jedele:  Sie ist jedes Mal einzigartig. Für jede Kirche wird Sie

immer mit viel fachmännischer Handarbeit hergestellt.

 

Worin unterscheiden sich heutige von historischen alten Kirchenorgeln?

Christoph Jedele: Orgelbau ist ein sehr traditionelles Handwerk, vieles wird

immer noch so hergestellt wie vor zweihundert Jahren, einfach mit modernen

Mitteln.

 

Was fasziniert Sie persönlich an dem Instrument Orgel?

Christoph Jedele: Planung, Handwerk, Musik. Hier kann ich von der ersten

Idee bis zur Fertigstellung in der Kirche dabei sein und im Team ein tolles

Instrument erschaffen.

 

Die neue Orgel wird im Festgottesdienst am 24. September 2017, um 11 Uhr geweiht.

Die aktuelle Agenda:

Gottesdienste

Sa 17.00 Lüchingen
  18.30 Altstätten
So 09.30 Altstätten
  09.30 Marbach
  11.00 Rebstein
  11.00 Hinterforst
     
Mo 19.00 Altstätten
Di 09.45 Geserhus
  10.00 Haus VIVA
  19.00 Lüchingen
Mi 09.00 Rebstein
  19.00 Marbach
Do 09.30 Altstätten
  15.45

Pflegeheim

Fr 16.30 Heim Forst
  18.00 Kloster M. Hilf

Aktuelles Pfarreiforum